PROWARN
Prozessanalyse und -begleitung der Warnung der Bevölkerung in Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)
Wenn Gefahrenlagen auftreten, zählt jede Minute und eine verlässliche Warnung der Bevölkerung ist entscheidend. PROWARN untersucht Warnprozesse in Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Im Fokus stehen vor allem die Kommunikation innerhalb, von und zwischen warnenden BOS, Entscheidungsprozesse sowie der Umgang mit verschiedenen Warnmitteln und Technologien (z. B. MoWaS).

Projektinformationen
| Laufzeit | 01/2025 – 12/2027 |
| Durchführung | Universitätsmedizin Rostock |
| Unterauftrag | Team HF, Ludwigsburg |
| Fördersumme | 340.153,88 Euro |

Analyse und Optimierung von Warnprozessen
Die Ziele sind die Analyse und Optimierung von Warnprozessen in BOS für ausgewählte Gefahrenlagen. Hierzu wird ein Schulungskonzept für BOS zur Warnung der Bevölkerung erarbeitet. Das Projekt gliedert sich in vier Arbeitspakete (AP):
AP 1 – Analyse der Ausgangslage
Auswertung von Dokumenten, Literaturrecherchen, Experteninterviews sowie ein erster Workshop mit BOS
AP 2 – Entwicklung von Optimierungsansätzen
Erarbeitung von Optimierungsansätzen für den Warnprozess, Validierung in Fokusgruppendiskussionen in einem zweiten Workshop sowie Erarbeitung eines Kompetenzmodells
AP 3 – Entwicklung und Erprobung einer Schulung
Konzeption, Durchführung und Evaluation einer Schulung zur Förderung der aktiven Warnkompetenz und Diskussion der Ergebnisse im dritten Workshop
AP 4 – Projektmanagement und Transfer
Projektkoordination, Publikation der Projektergebnisse in Fachzeitschriften sowie weitere Öffentlichkeitsarbeit
Nach Projektabschluss werden die Ergebnisse frei verfügbar für BOS sein. Gemeinsam mit der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) soll zudem erarbeitet werden, wie die Schulungsinhalte ins Kursangebot integriert werden können.

Projektteam
Universitätsmedizin Rostock (seit Oktober 2025)


Sarah Gunst
Studentische Mitarbeitende
Bachelor-Arbeit (B.Sc. Psychologie, 6. Semester)
Valeria Hildebrandt
Studentische Mitarbeitende
Forschungspraktikum (B.Sc. Psychologie, 6. Semester)
Annalena Kohls
Studentische Mitarbeitende
Forschungspraktikum (B.Sc. Psychologie, 4. Semester)
Wie können BOS das Projekt unterstützen?
Neben den fest in das Projekt eingebundenen Praxispartnern werden deutschlandweit möglichst viele am Warnprozess beteiligte BOS gesucht, die Dokumente zu diesem zur Verfügung stellen. Dies können beispielsweise Warnkonzepte, Meldeordnungen, Verfahrensanweisungen, Leitfäden, Formulare, Vordrucke, Prozessdokumentationen, Vorlagen für MoWaS etc. auf Bundes-, Landes sowie Kommunalebene sein. Es besteht ebenso die Möglichkeit der Beteiligung an weiteren Projektarbeiten (z.B. Experteninterviews).
Sie sind interessiert?
Dann melden Sie sich gerne beim Projektteam! Melden Sie sich gerne auch, wenn Sie an PROWARN interessiert sind und über aktuelle Projektfortschritte und -ergebnisse informiert werden möchten. Es ist ein regelmäßiger Newsletter geplant.
Vergangene Abschlussarbeiten im Projekt
Meike Schwerk: Warnung der Bevölkerung aus Sicht der Entscheidungstragenden – eine Anwendung des Protective Action Decision Model (2025)