Digitale Innovation, Technologieakzeptanz und digitale Teilhabe
Der Arbeitsbereich analysiert die Rahmenbedingungen und Auswirkungen digitaler Innovationen (z. B. künstliche Intelligenz, Smart Devices, Internet of Things) für die Gestaltung von Teilhabeprozessen, z. B. in gesundheitsrelevanten Kontexten (Prävention, Versorgung, Häuslichkeit) und in Arbeitsprozessen (z. B. Teamarbeit).
Ein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung von Technologieakzeptanz und ihrer Rolle für die langfristige und chancengerechte Nutzung von Technologien sowie der Bedeutung digitaler Innovation für Gesundheitsprozesse (z. B. Symptomwahrnehmung, Krankheitsverarbeitung, gesundheitliche Entscheidungsfindung) und Kommunikationsprozesse in modernen und hybriden Arbeitswelten (z. B. interpersonelle Kommunikation, technologisch mediierte soziale Verbundenheit).
Forschungsprojekte
DepriBuddy
KoSpiRIT
EDITCare
EDITCare
Entlastung der Pflege durch digital gestützte Kommunikation
Förderhinweis
Das Projekt wird durch den Innovationsausschuss beim G-BA gefördert. (Förderkennzeichen: 01NVF23106)
Das Forschungsprojekt EDITCare zielt darauf ab, die Pflegefachkräfte in der stationären Versorgung durch Einführung einer mobilen Anwendung zur Kommunikation mit Patient*innen in der Modellregion Mecklenburg-Vorpommern zu entlasten.
Zur Kommunikation soll Helpchat, ein appbasiertes Interface für Patient*innen und Pflegefachkräfte, genutzt werden, welches ergänzend zur analogen Patientenklingel in die Routineversorgung integriert wird. Die „digitale Patientenklingel“ erlaubt u. a. eine digital gestützte Explikation der ansonsten mittels Rufsystem undifferenziert angezeigten Bedarfe von Patient*innen. Auf diese Weise können Pflegehandlungen bedarfsorientiert geplant, priorisiert und umgesetzt werden. Die Anwendung kann dabei sowohl für die Pflegefachkräfte als auch die Patient*innen flexibel angepasst und erweitert werden, um Nutzerfreundlichkeit und wahrgenommene Nützlichkeit zu berücksichtigen. Damit würden auch Patient*innen von Helpchat profitieren.
Ziel des Forschungsvorhabens ist den Einsatz des Kommunikationssystems für Pflegefachkräfte und Patient*innen in der stationären Pflege zu evaluieren und zu prüfen, inwiefern durch das System z. B. Zeit- und Wegeaufwand für Pflegefachkräfte reduziert und positive Effekte auf Stressbelastung, Pflegequalität und Zufriedenheit erreicht werden können.
Das Projekt wird zusammen mit den Konsortialpartnern Universitätsmedizin Greifswald, Universitätsmedizin Rostock, inav – privates Institut für angewandte Versorgungsforschung GmbH, Medventi GmbH und Techniker Krankenkasse durchgeführt.

Projektinformationen
| Projektlaufzeit | 12/2024 bis 11/2027 |
| Weitere Informationen | EditCare |
| Personal | Wiebke Menyes, Nikolai Zinke, Hanna Eggebrecht |
| Förderhinweis | Das Projekt wird durch den Innovationsausschuss beim G-BA gefördert (Förderkennzeichen: 01NVF23106) |