Presse

Kick-Off des Projekts KoSpiRIT in Hamburg am 11.03.2026

Zwei Monate nach Projektstart haben sich die Projektpartner des Projekts "KoSpiRIT − Kooperative Spiele und verbundenheitsförderliche Arbeitsgestaltung für resiliente und innovative Teams" zum ersten Mal in Präsenz getroffen. Das Verbundprojekt, das von Prof. Samuel Tomczyk, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie (IMPMS) an der Universitätsmedizin Rostock, koordiniert wird, ist in der Fördermaßnahme Arbeitshandeln für Kreativität, Innovation und resiliente Wertschöpfung (AKIRes) im Programm „Zukunft der Wertschöpfung“ des BMFTR angesiedelt und läuft von Januar 2026 bis Dezember 2028.

In dem Projekt arbeitet das IMPMS mit zwei weiteren Wissenschaftspartnern aus den Bereichen Arbeitssoziologie und Spielpädagogik, einem Intermediären mit Beratungsschwerpunkt im Bereich der Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen sowie zwei Unternehmenspartnern aus dem Bereich der Softwareentwicklung daran, soziale Verbundenheit als Resilienzressource arbeitswissenschaftlich zu schärfen und effizienter praktisch nutzbar zu machen, um die Gesundheit und Resilienz der Beschäftigten nachhaltig zu stärken.

Maßnahmen zur Förderung sozialer Verbundenheit in Unternehmen, insbesondere solche mit Event- oder Spielcharakter, stoßen bei Beschäftigten oft auf Widerstände und fördern oft eher den Ausbau von bereits vorhandenen Sozialbeziehungen, nicht aber deren Aufbau zwischen noch distanzierten Gruppen. Hier fehlen Instrumente der differenzierten und passgenauen Empfehlung vorhandener Maßnahmen, die nicht nur zum Ausbau und Erhalt, sondern auch zur Herstellung arbeitsbezogener Verbundenheit als wichtigem Faktor der Salutogenese und Proximalfaktor von Resilienz beitragen.

Um die erwünschten Wirkungen zu zeigen und von der Belegschaft akzeptiert zu werden, müssen, sowohl kooperative Spiele als auch Arbeitsgestaltungsmaßnahmen dezidiert danach ausgewählt bzw. konzipiert werden, welche Grade an Verbundenheit zwischen den Beschäftigten bereits herrschen und in welchen Formen diese zusammenarbeiten. Das praktische Ziel des Projekts ist daher die Entwicklung eines digitalen Tools, das Unternehmen eine Analyse ihrer Ausgangslage erlaubt und auf ihre je spezifische Situation zugeschnittene Maßnahmen zur Förderung der sozialen Verbundenheit empfehlen sowie diese entsprechend anleiten kann, sowohl im Bereich der Arbeitsgestaltung als auch im Bereich spielerischen Teambuildings.

Beim zweitägigen Treffen der Projektbeteiligten, das vom Partner PAG – Perspektive Arbeit und Gesundheit an der Hamburger VHS Schanze ausgerichtet wurde, wurden entsprechend nicht nur die kommenden Arbeitsschritte abgestimmt und Rollen- und Begriffsverständnisse gefestigt, sondern das spielerische Teambuilding auch im Selbstversuch (erfolgreich) erprobt.